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03.09.2010
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  WLAN_weekly Nachrichten | Ausgabe 0802
WLAN_weekly ist das Online-Magazin von mobileaccess.de - dem deutschen Public Spot Verzeichnis. Es wird speziell für Sie, den professionellen WLAN Anwender gemacht, um Sie aktuell über die wichtigsten Neuigkeiten, Trends, Daten und Fakten aus dem WLAN-Markt zu informieren.

Embedded WLAN-Modul mit Linux und Entwicklerboard
Die Firma Silex hat für Juli ein WLAN-Steckmodul angekündigt, mit dem sich mobile Geräte mit Funk-Datenübertragung ausstatten lassen. Das Modul ist mit CPU, RAM und Flash-Speicher ein kompletter Linux-Rechner. Optional gibt es ein Entwickler-Kit.

Als besondere Merkmale gegenüber Konkurrenzprodukten führt die Firma Silex Technology den geringen Stromverbrauch und die Programmierbarkeit durch das als Betriebssystem verwendete Linux an. Der Stromverbrauch liegt nach Herstellerangaben bei rund 0,7 Watt (0,21 Ampere bei 3,3 Volt Spannung). Damit soll das Modul für batteriebetriebe, mobile Geräte besonders in Frage kommen. Als Einsatzszenarien sind Faxgeräte oder Labeldrucker im Büro denkbar, Handcomputer in der Medizin, Geräte für Mess- und Regeltechnik wie Waagen oder der Verbau in industrielle Anlagen.

Das rund 35 mal 50 Millimeter kleine Gerät hält sich an die Funk-Standards IEEE 802.11a, b und g und spricht das TCP/IP-Protokoll. Für Übertragungssicherheit bietet es WPA, WPA2 und WEP sowie 802.1x-Authentifizierung. Anschlüsse zur Integration in Geräte sind unter anderem als USB 1.1 und in serieller Form vorhanden (2 x UART, 1 x SPI). Darüber hinaus stehen neun Ein- und Ausgangssignale für eigene Funktionen zur Verfügung. Die Produktseite verlinkt handliche Datenblätter-PDFs mit genaueren Angaben für das WLAN-Modul und das Entwickler-Board. Das WLAN-Modul bringt einen 32-Bit-Prozessor, 16 MByte Arbeitsspeicher und 8 MByte Flash-Speicher bereits mit.

Das WLAN-Modul von Silex Technology hält sich an die Funk-Standards IEEE 802.11a, b und g und bietet WPA, WPA2 und WEP sowie 802.1x-Authentifizierung.

Ab Juli soll das Modell SX 560 1701 erhältlich sein. Der maximale Stückpreis liegt laut Herstellerliste bei knapp 200 Euro für das Modul und bei rund 240 Euro für das Entwickler-Set mit der Modell-Nummer SX 560 6900. Das Set enthält ein Board, ein Universal-Netzteil, verschiedene Standard-Antennen und -Kabel (Netzwerkkabel, serielle und Antennen-Kabel) sowie eine Handbuch-CD.

Den Verkauf wickelt Silex Europe über externe Händler ab, deren Verkaufspreise oder eventuelle Mengenrabatte von den genannten Preisen abweichen können. Als Zielgruppe visiert die deutsche Tochtergesellschaft, deren Mutter ihren Hauptsitz in Tokyo hat, Hersteller zum Beispiel von mobilen oder industriellen Geräten an. Diese können dann die WLAN-Funktionalität in OEM-Anwendungen integrieren.

Die Erhältlichkeit einzelner Stücke etwa für passionierte Bastler, akademische Gruppen oder kleine Entwicklerteams sagte eine Unternehmenssprecherin gegenüber Linux-Magazin Online ebenfalls zu: "Wenn man über unsere Vertriebspartner bei einem bestimmten Gerät nicht fündig wird, werden wir bei der Händlersuche behilflich sein", sagte sie. Auf der Seite mit den Bezugsquellen gibt es dafür die E-Mail-Adresse der Sales-Abteilung des Unternehmens. (http://www.linux-magazin.de/) (sl) http://www.silexeurope.com/de/ http://www.linux-magazin.de/
      
Online-System liefert Trends und Bewegungsmuster

Das Start-up Sense Networks seine Software-Plattform "Macrosense" vorgestellt. Sie dient dazu, Positionsdaten aus verschiedenen mobilen Quellen zu analysieren und soll Unternehmen so erlauben, das Bewegungsverhalten von Menschen besser zu verstehen und vorherzusagen. "Die Macrosense-Plattform ermöglicht völlig neue Geschäftsmodelle für standortbezogene Services", ist Greg Skibiski, CEO und Mitgründer von Sense Networks, überzeugt. Unternehmen sollen speziell von einem Verständnis der Bewegungsmuster von aktuellen und potenziellen Kunden profitieren. Ein erstes Anwendungsbeispiel ist "Citysense", das Nutzern helfen soll, in Echtzeit die angesagtesten Nightlife-Hotspots zu finden.

Macrosense sammelt laut Unternehmen anonyme Standortdaten, wobei das Spektrum der Datenquellen und der Gewinnungsmethoden breit gefächert ist. GPS-Daten von Taxis werden beispielsweise ebenso herangezogen wie WLAN-Positionierungen oder Handy-Standorte, die durch Triangulation von Mobilfunkmasten bestimmt wurden. Die Plattform nutzt laut Unternehmen Algorithmen, um neue Daten im Kontext der bisher gewonnenen Informationen zu analysieren und daraus großflächige Trends im Verhalten der Menschen abzuleiten. Damit will Sense Networks Unternehmen die Möglichkeit bieten, das Verhalten von Kunden besser zu verstehen. So kann Macrosense laut Anbieter Aufschluss beispielsweise darüber geben, wie Besucher ein Lokal erreichen, welche anderen Orte die Kunden eines Geschäfts besuchen oder in welchen Teilen einer Stadt sich wann besonders viele Personen aufhalten. Auch Trends, die sich abzeichnen, sollen vorhergesagt werden, um beispielsweise die Frage zu beantworten, wo in einer Stadt der beste Standort für ein neues Geschäft wäre.

Zur Demonstration der Macrosense-Plattform dient Citysense. Die Idee hinter der Anwendung ist, das Eintauchen ins lokale Nachtleben zu erleichtern. Nutzer können auf die in Echtzeit verfügbaren Informationen von Citysense zurückgreifen, um beispielsweise aktuelle gut besuchte Hotspots zu finden. Dabei kann Citysense in seinem Datenpool nach Nutzern mit ähnlichen Bewegungsmustern und daher möglicherweise ähnlichen Interessen filtern, was für ein personalisiertes Informationsangebot sorgt. Das System erlaubt, mit einem Klick in Google oder anderen Online-Informationsangeboten nach Aktivitäten oder Restaurants bei einem Standort zu suchen. Im Rahmen der gestarteten Alpha-Testhase ist Citysense zunächst nur für San Francisco verfügbar, doch sollen weitere Metropolen auch außerhalb der USA folgen. Neben Blackberry-Smartphones sollen mit dem Start des iPhone App Stores auch iPhones unterstützt werden.

(sl) http://www.sensenetworks.com/ http://www.citysense.com/
      
WLAN bei Starbucks: T-Mobile klagt Kaffeehauskette in den USA
T-Mobile hat Ende vergangener Woche vor dem obersten Gericht des Bundesstaates New York Klage gegen Starbucks wegen Vertragsverletzungen eingereicht. Die von der Kaffeehauskette in Zusammenarbeit mit AT&T angebotenen kostenlosen WLAN-Zugänge sollen gegen einen noch bestehenden Vertrag mit T-Mobile verstoßen.

Demnach soll Starbucks T-Mobile im Rahmen des Providerwechsels zu AT&T die Exklusivrechte zur Vermarktung seiner Mobilfunkdienste zugesichert haben, bis alle Filialen auf das Netz von AT&T umgestellt sind. Nach Angaben des Unternehmens bietet AT&T bereits kostenlose WLAN-Zugänge in fast allen Starbucks-Filialen an, obwohl die dafür benötigte Technologie und Hardware weiterhin von T-Mobile stammt. AT&T habe T-Mobile jedoch keinen finanziellen Ausgleich erstattet. Mit der Klage fordert T-Mobile Schadenersatz in ungenannter Höhe.

Im Februar hatte Starbucks bekannt gegeben, dass die WLAN-Hotspots in den rund 7000 Filialen der Kaffeehauskette künftig von AT&T und nicht mehr von T-Mobile betrieben würden. Seit Anfang Juni bieten Starbucks und AT&T den Besitzern einer Starbucks-Guthabenkarte zwei Stunden kostenlosen Internetzugang über WLAN an. Für AT&Ts Breitbandkunden soll die Hotspot-Nutzung ebenfalls kostenlos sein. Gleiches dürfte künftig auch für Iphone-Besitzer mit AT&T-Vertrag gelten, ebenso fair surfen T-Mobile-Kunden weiterhin kostenlos. Zuvor kostete eine Stunde drahtloses Surfen bei T-Mobile 6 Dollar. Mit dem Wegfall der 7000 Coffee-Shops verliert T-Mobile den größten Teil seiner rund 8900 Standorte in den USA. (sl) http://www.starbucks.com/ http://www.t-mobile.com/ http://www.att.com/
      
Taiwan: Motorola eröffnet erstes WiMAX-IOT-Center

Das US-Telekom-Unternehmen Motorola hat angekündigt, in Taiwan in Kürze das weltweit erste WiMAX-IOT-Center (Interoperability Testing) zu eröffnen. Das Unternehmen erfüllt damit seine Vereinbarungen mit der Regierung Taiwans, wonach die Technologie auf der Insel gefördert werden soll. Im IOT-Center soll die reibungslose Zusammenarbeit von WiMAX-Equipment sichergestellt sowie verbessert werden. Zudem wolle man die Entwicklung von neuen Komponenten für die Nutzung der Funktechnologie vorantreiben, berichtet das Branchenportal DigiTimes.

Taiwan entwickelt sich derzeit zur führenden Region was die weltweite Nutzung von Funktechnolgie für den Zugang zu Breitbandinternet betrifft. Nach Regierungsplänen soll in allen Städten ebenso wie in dünn besiedelten Gebieten ein großes drahtloses Netzwerk aufgebaut werden. Allen Bürgern soll der Zugang zu Breitbandinternetdiensten möglich sein, verspricht Premier Liu Chao-shiuan. Der Aufbau von Funknetzen wird in Taiwan auch rasch vorangetrieben. So startete Taipeh City 2004 das M-City-Programm und bereits sechs Monate später waren 90 Prozent der Bevölkerung mit WLAN versorgt. 2006 wurde die Stadt als jene mit dem weltweit größten öffentlichen, drahtlosen Web-Zugangsnetz ausgezeichnet.

Des Vorantreiben von Funktechnologie im eigenen Land soll natürlich auch der Wirtschaft zu Gute kommen. So erhoffen sich die Verantwortlichen, dass taiwanesische Unternehmen von den Entwicklungen im Bereich der WiMAX-Technologie profitieren werden. Mit Motorola hat sich Taiwan einen starken Player ins Boot geholt, zumal das Unternehmen auf dem WiMAX-Sektor zu den Führenden gehört. Motorola versucht jedoch auch abseits des asiatischen Raumes, mit WiMAX Fuß zu fassen. "Derzeit läuft in Ulm ein WiMAX-Projekt, das Motorola in Kooperation mit NeckarCom betreibt", erläutert Susanne Stier, Sprecherin Motorola Deutschland, auf Anfrage von pressetext.

Das US-Unternehmen sieht in der Technologie viele Vorteile sowohl für Kunden als auch für Anbieter. "Mit WiMAX können Netzbetreiber sowohl fixe wie auch mobile Anschlüsse mit ein und derselben Infrastruktur bedienen", erklärte Andy McKinnon, Pricipal WiMAX EMEA bei Motorola, im Interview mit pressetext. Zudem diene die Technologie als Türöffner für viele weitere IP-Services. Für Endkunden ist die Technologie abseits der Pilotprojekte noch in weiter Ferne. Ein Grund liegt auch darin, dass es noch kaum Empfangsgeräte für WiMAX gibt. Hier wollen sich taiwanesische Unternehmen profilieren. So haben beispielsweise Alpha Networks oder Zyxel Communications auf der WiMAX Expo in Taipei Express-Cards, USB-Dongles oder kleine Mobilfunkbasisstationen mit WiMAX-Empfänger vorgestellt.

(pte) http://www.motorola.com/wimax
      
Patent-Initiative OPA will WIMAX stärken

Für eine schnelle und verbreitete Einführung und Verbreitung von WiMAX als drahtlose Breitbandtechnologie der vierten Generation (4G) machen sich Alcatel-Lucent, Cisco, Clearwire, Intel, Samsung Electronics und Sprint stark. Die Unternehmen haben gestern, Montag, die Gründung der Open Patent Alliance (OPA) bekannt gegeben. Sie soll die Adoption von mobilem WiMAX durch einen einfachen Zugang zu dafür wichtigen Patenten bei überschaubaren Kosten fördern. "Das erscheint als notwendiger Schritt für WiMAX", kommentiert IDC-Analyst Joao da Silva. Damit könnte die Position gegenüber dem 4G-Konkurrenten LTE gestärkt werden.

Die OPA hat angekündigt, einen Pool aus essenziellen WiMAX-Patenten schaffen zu wollen, die für eine Implementierung des Standards erforderlich sind. Es ist vorgesehen, von einem unabhängigen Beobachter bewerten zu lassen, wie wichtig eingereichte Patente für WiMAX wirklich sind. Insgesamt soll so für Unternehmen ein einfacher Zugang zu wesentlichen Patenten gesichert werden. Mobiles WiMAX sei im Vergleich zur GSM-Weiterentwicklung LTE des 3rd Generation Partnership Project (3GPP) immer als offeneres Projekt positioniert worden, meint da Silva. Der aktuelle Schritt solle diese Positionierung stärken, um neue Partner an Bord zu holen, so die Einschätzung des Analysten. Ein erklärtes Ziel der OPA ist auch, die Lizenzkosten durch einen Fokus auf WiMAX-relavante Features zu reduzieren - für "kostenlos" steht "offen" in diesem Fall also nicht. "Die Offenheit von WiMAX muss noch deutlicher bewiesen werden", meint daher da Silva.

Der sichtbare Zusammenschluss von Intel, das auf WiMAX als Bestandteil seines Mobile-Internet-Device-Konzepts setzt, und fünf weiteren großen Unternehmen ist wichtig für die Wahrnehmung von WiMAX im Kampf der 4G-Technologien. Die OPA will nach eigenen Angaben auch sechs bis neun weitere Investoren-Firmen an Bord holen, die auch für breite geografische Repräsentanz sorgen sollen und WiMAX somit global stärken würden. "Gerade in Westeuropa tendiert der Großteil der Mobilfunk-Wertschöpfungskette eher zu LTE", meint da Silva zu pressetext. Doch auch anderswo ist die Konkurrenz stark. So zählt sowohl in den USA als auch in Japan mit AT&T respektive NTT DoCoMo der jeweils größte Mobilfunkanbieter zum LTE-Lager.

(sl) http://www.openpatentalliance.com/
      
Ozmo Devices prophezeit das Ende von Bluetooth
Der Hersteller für innovative Wi-Fi-Technologien "Ozmo Devices" will Bluetooth künftig durch WLAN einsetzen, um sämtliche Periphärie-Geräte wie Maus, Handy, Kamera, MP3-Player und Laptop miteinander zu verbinden.

Durch einen stromsparenden WLAN-Chip - kombiniert mit einer "Spezialsoftware" - wird den Akkus ein langes Leben garantiert und die Geräte in der persönlichen Umgebung sind direkt und schnurlos verbunden. Ozmo Devices spricht dabei von "Wi-Fi Personal Area Network" (WiFi PAN). Kostensparend für den Hersteller soll das Produkt auch sein: Während ein Treiber in größeren Geräten wie Notebooks mit vorhandenem WLAN-Chip zum Einsatz kommt, ist Ozmos eigener WLAN-Chip ausschließlich für Peripheriegeräte gedacht. Die Chips sollen in großer Stückzahl produziert und ohne weitere Kosten in die Endgeräte eingebaut werden.

Der Vorteil gegenüber Bluetooth sei, dass schon bestehende Chips genutzt werden können. Ein zusätzlicher stromfressender Funkchip - wie es bei Bluetooth der Fall ist - sei nicht mehr nötig. Bei einem WLAN-fähigen Handy könnte dann auf Bluetooth verzichtet werden. Belkin habe bereits zugesagt, die Ozmo-Technik in die Geräte zu integrieren. Ozmo Devices soll auch mit dem "Cliffside", der WiFi-PAN-Technik von Intel zusammenarbeiten. Intel ist einer der Investoren von Ozmo. Wann allerdings die ersten Geräte mit WiFi PAN verbunden werden können, ist noch unklar. (sl) http://www.ozmodevices.com/
      
WiFi 2.0: Google hat TV-Frequenzen im Visier

Unter dem Namen "WiFi 2.0" hat Google eine Initiative für drahtlosen Breitbandzugang über analoge Fernsehfrequenzen gestartet. In einem Brief an die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) macht sich der Suchmaschinenriese für die Freigabe der ungenutzten TV-Frequenzen zur Verwendung als drahtlosen Internetzugang stark. Die nach der Digitalisierung des Fernsehens freien Frequenzen, die sogenannten "White Spaces", wären eine praktische Möglichkeit, Gebiete flächendeckend mit günstigem Highspeed-Internet-Service zu versorgen. Die Datenraten würden bei dieser Technologie bei einem Gigabit pro Sekunde liegen, heißt es bei den Befürwortern der Freigabe, der "White Spaces Coalition" (WSC).

Der WSC gehören Branchengrößen wie Microsoft, Google, Dell und HP an. Die ersten Geräte, die für die Nutzung der freien TV-Frequenzen notwendig sind, wurden bereits vor über einem Jahr der FCC zur Prüfung vorgelegt. Die Zulassung wurde damals jedoch verweigert, als Begründung gab die FCC Interferenzen mit den benachbarten Frequenzen zur TV-Übertragung an. Dies war zur Freude der TV-Sender, die unterstützt von Mobilfunkbetreibern davor warnten, dass die Technik die Ausstrahlung der Fernsehprogramme oder Telefongespräche stören würde.

Inzwischen wurde die Technologie jedoch weiter entwickelt und der Ansatz verbessert. Bislang suchten die Geräte nach freien Frequenzen und identifizierten jene Teile des Spektrums, die bereits verwendet wurden, um Interferenzen zu verhindern. Kernstück der neuen Methode, die hauptsächlich von Motorola entwickelt wurde, basiert auf einer Art Freizeichen. Sobald das Gerät eine freie Frequenz aufgespürt hat, wird eine Bestätigung von dem lokale Transmitter abgewartet, bevor die Datenübertragung beginnt, berichten US-Medien.

Die Diskussion über die abgeschalteten analogen Fernsehfrequenzen wird zwar hauptsächlich in den USA geführt, jedoch wirft auch in Europa die EU-Kommission bereits ein Auge auf die White Spaces. So forderte Medienkommissarin Viviane Reding im November 2007 die Mitgliedsstaaten dazu auf, die freien Frequenzen, auch als "Digitale Dividende" bezeichnet, für mobiles Internet zu reservieren. Laut einem Strategiepapier könnten jedoch neben Webzugangsdiensten auch Handy-TV sowie andere Multimediadienste über diese Frequenzen ausgestrahlt werden. Großes Argument ist die einfache und rasche Versorgung großer, bislang schlecht erschlossener Regionen.

(sl) http://www.fcc.gov
      
iPhoneCam: Videochat per iPhone-Kamera über WLAN
Bereits kurz nach der iPhone-Vorstellung im Sommer 2007 wurden bei Ecamm Network Pläne für Videokonferenzen geschmiedet. Was damals nicht gerade praktikabel erschien, erlangte inzwischen deutlich mehr Praxistauglichkeit: iPhoneCam streamt das Bild der iPhone-Kamera über WLAN an einen nahegelegenen Mac (mit geschlagenen 30fps), der wiederum den Rest der Videokonferenz z.B. per iChat bewerkstelligt

Besonders einfach wird das ganze durch den Einsatz von Bonjour, dadurch finden sich Chat-Applikation und iPhone ohne weiteren Konfigurationsaufwand im lokalen Netzwerk. Noch ist iPhoneCam nicht zum Download und Selbsttest verfügbar, das soll sich aber bald schon ändern. (dk)
      
ISSN 1611-8766
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